Volkan Alici

Angler aus Hamburg, Softwareentwickler — und die Person, die für jede Zahl auf dieser Website geradesteht.

Von Volkan Alici, Petri-Labs, Hamburg · Stand 2026-09

Woher ich komme

Angefangen habe ich als Jugendlicher an der Elbe, mit geliehener Ausrüstung und deutlich mehr Geduld als Ahnung. Geblieben ist beides: das Angeln und die Elbe. Irgendwann kam der Fischereischein dazu, später Seen, stille Kanäle und gelegentlich die Küste — überall dort, wo sich eine freie Stunde und eine Rute trafen. Ich bin Hobbyangler geblieben, kein Guide und kein Wettkampfangler; was ich über Montagen, Köder und Drill schreibe, stammt aus eigenen Ansitzen und aus einer respektablen Zahl vermasselter Bisse.

Beruflich entwickle ich Software. Diese Kombination erklärt, warum Petri-Labs so aussieht, wie es aussieht: Die Frage, die am Anfang stand, war nicht „wie schreibe ich über Angeln“, sondern „warum gibt es für Angler in Deutschland kein Nachschlagewerk, das so sorgfältig gepflegt ist wie ein gutes Fachbuch und trotzdem kostenlos bleibt“. Der größte Teil der Arbeit hier ist deshalb nicht Schreiben, sondern Nachprüfen — und das Bauen von Werkzeugen, die Fehler finden, die einem Menschen nicht auffallen.

Woran ich arbeite

Vier Bestände, die ich selbst aufgebaut habe und selbst pflege:

  • Schonzeiten und Mindestmaße für alle 16 Bundesländer, jedes Land einzeln gegen den amtlichen Verordnungstext geprüft und mit Fundstelle, geprüfter Fassung und Prüfdatum ausgewiesen. Das ist der Teil, an dem diese Website steht und fällt.
  • Das Fischlexikon mit 121 Arten — Steckbrief, Verwechslungsarten, Handling und ein ausführlicher Praxisteil je Art.
  • Das Angelknoten-Lexikon mit 27 Knoten, jeweils Schritt für Schritt, mit Tragkraft-Einordnung und der Frage, wann ein anderer Knoten besser passt.
  • Ratgeber mit derzeit 27 Artikeln zu Methoden, Recht, Gewässerkunde und Tierschutz — dazu Rezepte, Ausrüstungskunde und Lernmodule für die Fischerprüfung.

Aus derselben Praxis ist die App Petri-KI entstanden: ein digitales Fangbuch mit Bilderkennung, Beißzeit-Prognose und Vereinsfunktionen. Die Nachschlagewerke hier bleiben davon unabhängig und ohne Konto nutzbar.

Wie ich arbeite

Kurz gesagt: Eine Zahl steht erst auf der Seite, wenn ich sagen kann, aus welcher Vorschrift, welcher Fassung und von welchem Tag sie stammt. Wo es keine belastbare Quelle gibt, steht das hin — auch dann, wenn eine Lücke unbefriedigender aussieht als eine plausible Zahl. Für sechs Fischarten gibt es kein brauchbares frei lizenziertes Foto und für fünf Knoten kein Diagramm; beides steht auf den betreffenden Seiten, statt eines angekündigt zu werden.

Fehler, die mir unterlaufen sind, korrigiere ich gegen die Quelle — darunter die Verordnungsprüfung im August 2026, bei der in zehn Bundesländern zusammen 30 falsche Werte in meinen eigenen Tabellen standen. Das ausführliche Verfahren steht auf Wie wir arbeiten.

Wo meine Grenzen liegen

Ich bin kein Fischereibiologe, kein Jurist und keine Behörde. Was ich beurteilen kann, sind Gerät, Methode, Köder und Vorgehen — dazu schreibe ich Empfehlungen, begründet und als solche gekennzeichnet. Was ich nicht beurteilen kann, referiere ich mit Fundstelle: Maße, Schonzeiten, Schutzstatus, Rechtsfolgen. Im Zweifel gilt die amtliche Quelle und nicht diese Website, und im Zweifel gilt die strengere Auslegung.

Zu einem konkreten Gewässer an einem konkreten Tag kann ich nichts sagen, das mehr wert wäre als der Erlaubnisschein. Und welche Fische in einem See stehen, weiß der Bewirtschafter — nicht ich und keine Datenbank.

Erreichbar

Schriftlich unter petri-ki@petri-labs.de. Am hilfreichsten sind Hinweise auf falsche Werte — mit Art, Bundesland, angezeigtem Wert und, wenn möglich, der Fundstelle. Was in eine Meldung gehört und wobei ich nicht weiterhelfen kann, steht auf der Kontaktseite; die formalen Angaben zum Anbieter stehen im Impressum, und worum es dem Projekt insgesamt geht, steht unter Über Petri-Labs.