Der Knoten ist fast immer die schwächste Stelle einer Montage. Eine Schnur mit 5 kg Tragkraft hält an einem schlecht gebundenen Knoten oft nur noch die Hälfte — nicht weil die Schnur schlecht wäre, sondern weil jeder Knoten die Schnur umlenkt und an den engsten Stellen quetscht. Genau deshalb lohnt es sich, wenige Knoten wirklich zu können, statt viele ungefähr.
Drei Regeln gelten für praktisch jeden Angelknoten. Anfeuchten vor dem Festziehen: Beim Zuziehen entsteht Reibungshitze, die eine trockene Schnur dauerhaft schädigt — ein kurzer Kontakt mit Wasser oder Speichel genügt. Langsam und gleichmäßig schließen: Ein ruckartig zugezogener Knoten legt seine Wicklungen ungleich, und die erste trägt dann die ganze Last. Das Ende nicht bündig kürzen: Zwei bis drei Millimeter Rest bleiben stehen, sonst kann sich das Ende unter Zug in den Knoten zurückziehen und ihn öffnen.
Die Schnurart entscheidet mit, welcher Knoten überhaupt in Frage kommt. Geflochtene Schnur ist glatt und rutscht aus den klassischen Wickelknoten heraus — dort gehören Palomar oder Uni-Knoten hin, nie ein Clinch. Monofil und Fluorocarbon haben mehr Oberflächenreibung und vertragen die ganze Bandbreite. Und wo zwei sehr unterschiedliche Schnüre verbunden werden, etwa dünnes Geflecht mit dickem Fluorocarbon-Vorfach, brauchen sie eine eigene Knotenfamilie: FG, Alberto oder Albright.
Hakenknoten
Schnur direkt am Haken befestigen

Palomar Knoten
Improved Clinch

Uni-Knoten

Trilene Knoten

Snell Knoten
Knotless Knoten

Pitzen Knoten

World's Fair Knoten
Jansik Special
Verbindungsknoten
Zwei Schnüre zuverlässig miteinander verbinden
Schlaufenknoten
Schlaufen für Loop-to-Loop Verbindungen, bewegliche Köder & Zwischenschlaufen im Mehrhaken-Rig
Vorfachknoten
Geflechtschnur mit Mono- oder Fluorocarbon-Vorfach verbinden
Fliegenfischen
Spezialknoten für Fliegenfischerei
Petri-Labs entwickelt außerdem Petri-KI, eine App mit Fangbuch und Setup-Verwaltung für Ruten, Rollen und Vorfächer. Mehr über Petri-KI.


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