Über Petri-Labs

Ein Nachschlagewerk für Angler in Deutschland, gebaut und gepflegt von einer Person aus Hamburg — kostenlos, ohne Konto und mit benannten Quellen.

Von Volkan Alici, Petri-Labs, Hamburg · Stand 2026-09

Warum es Petri-Labs gibt

Petri-Labs ist aus einer Frage entstanden, die ich mir als Angler selbst gestellt habe: Warum gibt es in Deutschland kein digitales Nachschlagewerk fürs Angeln, das so sorgfältig gepflegt ist wie ein gutes Fachbuch — und trotzdem kostenlos bleibt? Wer nach einem Mindestmaß sucht, landet auf Seiten, die dieselben Zahlen voneinander abschreiben, ohne dass eine davon sagt, aus welcher Verordnung sie stammen. Manche dieser Zahlen sind schlicht falsch; beim Wels stand in fünf Bundesländern ein Mindestmaß, das in keiner der fünf Verordnungen steht — auch bei mir, bis ich nachgelesen habe.

Der Anspruch ist deshalb nicht „möglichst viel“, sondern „möglichst nachprüfbar“. Jede Regel nennt die Vorschrift, die geprüfte Fassung und das Datum. Wo es keine belastbare Quelle gibt, steht das hin, statt eine plausible Zahl zu erfinden.

Was hier steht

Vier Bestände tragen die Website, alle frei zugänglich und ohne Anmeldung:

Wonach hier entschieden wird

Die wichtigsten Entscheidungen dieses Projekts waren Streichungen. Im September 2026 sind 1301 Gewässerseiten wieder aus dem Web genommen worden: Sie trugen im Median 258 Wörter und glichen einander zu drei Vierteln, weil Mindestmaß und Schonzeit nun einmal je Bundesland gelten und nicht je See. Was daran belastbar war — Fläche, Länge, Tiefe, nächste Messstelle —, steht jetzt als Tabelle auf der Seite des jeweiligen Bundeslands.

Ähnlich bei den Lücken: Für sechs Fischarten gibt es in den frei lizenzierten Bildbeständen nichts, was die Art sicher zeigt, und für fünf Knoten kein Diagramm. Auf diesen Seiten steht seither der Grund, statt eine Skizze anzukündigen, die nie kommt. Ein Ersatz, der die Art nicht sicher trifft, ist schlechter als eine ehrliche Illustration — und eine Seite mehr ist kein Wert an sich.

Wie geprüft wird

Ein Wert gilt erst als geprüft, wenn Vorschrift, geprüfte Fassung und Datum notiert sind. Die Fassung ist dabei der Kern: Bis August 2026 trugen zehn Landesblöcke den Vermerk „amtlich nachgeführt“ und enthielten trotzdem zusammen 30 falsche Werte — Thüringen lief auf einer Verordnung von 1994, die 2020 abgelöst worden war. Seither steht auf jeder Landesseite, gegen welche Fassung geprüft wurde.

Fehler werden korrigiert und nicht stillschweigend überschrieben. Das vollständige Verfahren — Quellen, Rhythmus, Meldeweg und was hier bewusst nicht geschrieben wird — steht auf Wie wir arbeiten, die Herkunft jeder Angabe und jedes Bildes auf der Quellen-Seite.

Wer dahintersteht

Ein Ein-Personen-Projekt, kein Verlag: Ich bin Volkan Alici, Hobbyangler seit meiner Jugend an der Elbe und beruflich Softwareentwickler. Diese Kombination erklärt den Zuschnitt der Website — der größere Teil der Arbeit hier ist Nachprüfen, nicht Schreiben. Sie erklärt auch die Grenzen: Ich bin kein Fischereibiologe und kein Jurist. Bewertet werden hier Gerät, Methode, Köder und Vorgehen; Maße, Schonzeiten und Rechtsfolgen werden referiert, mit Fundstelle, und im Zweifel gilt die amtliche Quelle und nicht diese Website. Mehr zur Person auf der Autorenseite, die formalen Angaben im Impressum.

Wovon das Projekt lebt

Die Nachschlagewerke sind kostenlos und bleiben es. Getragen werden sie von Anzeigen und von Petri-KI, der App, die aus derselben Angelpraxis gewachsen ist: ein digitales Fangbuch mit Bilderkennung, Beißzeit-Prognose und Vereinsfunktionen. Es gibt hier keine bezahlten Beiträge und keine Affiliate-Links — eine Empfehlung auf dieser Website ist eine begründete Auswahl, keine gekaufte. Wer Fragen hat oder einen Fehler gefunden hat, erreicht mich über die Kontaktseite.