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So wird er gemacht
- 1Eine Doppelschlinge bilden, eine kleine Schlaufe zwischen Daumen und Zeigefinger halten.
- 2Die große Schlinge 5 Mal um Daumen und kleine Schlaufe wickeln.
- 3Die große Schlinge durch die kleine Schlaufe am Daumen ziehen.
- 4Daumen herausziehen und Knoten anfeuchten.
- 5Gleichmäßig festziehen – einfachere, aber etwas schwächere Alternative zum Bimini.
Wofür er gebaut ist
Der Spider Hitch liefert dasselbe Ergebnis wie ein Bimini Twist – eine doppelte Schnur – in einem Bruchteil der Zeit und ohne akrobatische Handgriffe: Eine Schlaufe wird um Daumen und einen kleinen Kern gelegt, mehrfach umwickelt und die Wicklungen dann über das Ende abgestreift. Für Süßwasser und leichtes bis mittleres Meeresangeln reicht das vollkommen aus, und der Knoten lässt sich auf einem schwankenden Boot mit einer Hand am Ruder binden.
Tragkraft und typische Fehler
Die Wicklungen müssen eng nebeneinanderliegen und beim Abstreifen einzeln über das Schlaufenende gleiten – rutschen mehrere gleichzeitig ab, verknäueln sie und der Knoten ist unbrauchbar. Fünf bis acht Wicklungen sind üblich. Der Spider Hitch erreicht nicht ganz die Werte eines sauberen Bimini und ist bei sehr dünner oder sehr steifer Schnur weniger zuverlässig, weil die Wicklungen dort schlechter halten. Anfeuchten und langsam zuziehen.
Wann ein anderer Knoten besser passt
Beim Angeln auf sehr große Fische mit schwerem Gerät bleibt der Bimini Twist die stärkere und stoßfestere Konstruktion – dort lohnt die Übungszeit. Für eine reine Verbindung zweier Schnüre ist eine Doppelschnur ohnehin der Umweg; dann direkt zu FG, Alberto oder doppeltem Uni greifen. Der Spider Hitch ist die pragmatische Zwischenlösung, wenn eine Doppelschnur nützlich, aber nicht überlebenswichtig ist.
Material und Schnurart
Wie der Bimini Twist ist auch der Spider Hitch fast ausschließlich eine Monofil-Konstruktion: Die Wicklungen legen sich um Daumen und eine kleine Kern-Schlaufe und werden anschließend über das Ende abgestreift, ein Vorgang, der auf der griffigen, leicht komprimierbaren Oberfläche von Monofil zuverlässig funktioniert, bei glattem Fluorocarbon aber schon spürbar unsicherer wird, weil die Wicklungen beim Abstreifen eher verrutschen (Materialverhalten siehe Ratgeber-Artikel zu Angelschnur im Vergleich). Mit geflochtener Schnur ist der Spider Hitch praktisch nicht brauchbar, aus demselben Grund wie der Bimini: Ohne Oberflächenreibung halten die abgestreiften Wicklungen nicht zusammen, und die entstehende „Doppelschnur“ wäre keine tragfähige Konstruktion, sondern nur ein loses Bündel. Anders als beim Bimini Twist ist der Kraftaufwand beim Spider Hitch gering, weshalb er sich auch bei kräftigerer Monofilschnur ab 0,40 Millimetern noch bequem mit den Fingern binden lässt, ohne dass ein zweites Paar Hände nötig wäre – das ist neben der kürzeren Bindezeit der zweite praktische Grund, warum er im leichten bis mittleren Meeresangeln dem Bimini oft vorgezogen wird, obwohl die reine Tragkraft etwas niedriger liegt.
Meine Empfehlung
Für die meisten meiner Ausflüge reicht mir der Spider Hitch völlig – zum aufwendigeren Bimini greife ich nur, wenn ich vorher weiß, dass an diesem Tag wirklich große Fische auf dem Programm stehen.
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Mehr dazu im Ratgeber: Angelmethoden im Überblick
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