Jansik Special

Mittel

Besonders reißfester Hakenknoten für starke Beanspruchung

Von Volkan Alici, Petri-Labs, Hamburg · Zuletzt geprüft am 30.07.2026

🪢 5 Schritte
MonoFluoroGeflecht
Diagramm: Jansik Special

Diagramm: Wikimedia Commons (frei lizenziert)

So wird er gemacht

  1. 1Schnur durch die Öse führen, dann ein zweites Mal – zwei nebeneinanderliegende Schlaufen bilden.
  2. 2Das Ende ein drittes Mal durch die Öse führen (drei parallele Stränge).
  3. 3Das Ende 3 Mal um die drei Stränge wickeln.
  4. 4Anfeuchten und gleichmäßig festziehen.
  5. 5Ende auf 2–3 mm abschneiden.
Tipp — Die drei Schnurdurchgänge durch die Öse machen ihn extrem tragkraftstark – ideal bei größeren Fischen.

Wofür er gebaut ist

Der Jansik Special ist ein Hakenknoten für hohe Belastung. Sein Merkmal sind drei Schnurdurchgänge durch die Öse, um die anschließend gewickelt wird – die Last verteilt sich damit auf drei Stränge statt auf einen. In Zugtests gehört er regelmäßig zu den tragkraftstärksten Ösenknoten für monofile Schnur. Eingesetzt wird er dort, wo ein Riss besonders teuer ist: bei großen Fischen, schwerem Gerät und Montagen, die man nicht mitten im Drill nachbinden kann.

Tragkraft und typische Fehler

Die drei Durchgänge müssen sauber nebeneinanderliegen, ohne sich in der Öse zu überkreuzen – sonst klemmt ein Strang die anderen ab, und der Knoten reißt genau dort statt an der gedachten Stelle. Voraussetzung ist eine Öse, durch die die dreifache Schnur bequem passt; bei kleinen Fliegenhakenösen ist der Knoten schlicht nicht baubar. Beim Zusammenziehen langsam arbeiten, gut anfeuchten und die Wicklungen dabei mit dem Fingernagel führen, damit sie eng bleiben.

Wann ein anderer Knoten besser passt

Bei kleinen Ösen und feinem Gerät ist der Aufwand nicht darstellbar – dort sind Pitzen, Trilene oder Davy die praktikablen Knoten. Für geflochtene Schnur bleibt der Palomar die einfachere Lösung mit vergleichbarem Ergebnis. Und beim Wechsel von Ködern im Minutentakt lohnt sich ein Knoten, der drei Durchgänge braucht, kaum – dann lieber einen Karabiner einsetzen und den Jansik dort binden, wo er wirklich Reserve bringt.

Material und Schnurart

Der Jansik Special ist in erster Linie ein Monofil- und Fluorocarbon-Knoten, weil seine dreifache Führung durch die Öse bei diesen Materialien am meisten bringt: Jeder der drei Stränge trägt einen Teil der Last, und weil beide Schnurarten von sich aus schon griffig genug für haltbare Wicklungen sind, addiert sich der Effekt der drei Durchgänge fast ungeschmälert zu einer sehr hohen Gesamttragkraft (Materialverhalten siehe Ratgeber-Artikel zu Angelschnur im Vergleich). Bei geflochtener Schnur greift derselbe Mechanismus deutlich schlechter, weil die drei Stränge in der Öse und in den Wicklungen aneinander abrutschen können, statt Reibschluss aufzubauen – der theoretische Vorteil der Verdreifachung verpufft dort teilweise, und ein einfacherer Palomar erreicht ähnliche oder bessere Werte bei weniger Aufwand. Praktisch entscheidend ist außerdem der Durchmesser: Drei Lagen einer 0,35er Fluorocarbonschnur passen durch viele Hakenösen noch bequem, bei 0,50 Millimetern und darüber wird es in den meisten Standardösen bereits eng, und bei Fliegenhaken mit ihren sehr kleinen Ösen ist der Knoten von vornherein nicht baubar. Wer den Jansik für besonders kapitale Fische einsetzen will, sollte deshalb vor dem Kauf des Vorfachmaterials prüfen, ob die gewählte Hakengröße die dreifache Schnurstärke überhaupt aufnehmen kann.

Meine Empfehlung

Beim Jansik Special halte ich vorher den Haken an die Schnur, um abzuschätzen, ob die dreifache Lage durch die Öse passt – das erspart die Situation, mitten im Knüpfen festzustellen, dass der Haken für diesen Knoten zu klein ist.

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Petri-Labs entwickelt außerdem Petri-KI, eine App mit Fangbuch und Setup-Verwaltung für Ruten, Rollen und Vorfächer. Mehr über Petri-KI.

Mehr dazu im Ratgeber: Angelmethoden im Überblick

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