Zu diesem Knoten liegt kein frei lizenziertes Diagramm vor — Auf Wikimedia Commons und in der frei lizenzierten Flickr-Serie nicht vorhanden (geprüft 07.09.2026). Die Schritte unten und das Video zeigen den Ablauf vollständig.
So wird er gemacht
- 1Schnur durch die Hakenöse führen, ca. 10 cm Endstück lassen.
- 2Das Endstück um die Hauptschnur schlingen.
- 3Das Ende durch die entstandene Schlinge führen (einmal).
- 4Anfeuchten und festziehen.
- 5Ende auf 2 mm abschneiden.
Wofür er gebaut ist
Der Davy Knoten ist der schnellste brauchbare Fliegenknoten: vier Handgriffe, und die Fliege sitzt. Beim Trockenfliegenfischen zählt genau das – wenn Fische steigen und die Schlüpfphase zwanzig Minuten dauert, ist die Zeit für einen Vorfachwechsel wertvoller als die letzten Prozent Tragkraft. Er baut sehr klein und stört an winzigen Fliegenhaken nicht, wo voluminösere Knoten die Präsentation verändern. Benannt ist er nach dem irischen Fliegenfischer Davy Wotton.
Tragkraft und typische Fehler
Der Knoten sieht beim Zusammenziehen so einfach aus, dass viele ihn nicht anfeuchten – bei den feinen Vorfächern, für die er gedacht ist, kostet das sofort Tragkraft. Der zweite Fehler ist das Ende: Es muss beim Anziehen in die richtige Richtung laufen, sonst entsteht ein einfacher Überhandknoten, der bei Belastung durchrutscht. Er ist erklärtermaßen kein Höchstlast-Knoten; für kleine Fliegen und feine Vorfächer reicht er, für schwere Streamer nicht.
Der Handablauf in Worten, ohne Zeichnung
Für den Davy Knoten liegt kein frei lizenziertes Diagramm vor (siehe Hinweis oben); dafür lohnt sich der Ablauf einmal ausführlich in Worten, bevor er im Video gezeigt wird. Die Schnur läuft von vorn durch die Hakenöse und bildet dahinter ein kurzes, lockeres Ende von etwa zehn Zentimetern. Dieses Ende wird einmal um die durchlaufende Hauptschnur herumgeführt – nicht verdrillt, nur einmal geschlungen, sodass eine offene Schlaufe direkt hinter der Öse entsteht. Durch genau diese Schlaufe fädelt man das kurze Ende ein weiteres Mal, von derselben Seite, aus der es kam. An dieser Stelle hält man den Knoten am besten zwischen zwei Fingern locker zusammen, bevor angezogen wird – wer schon hier fest zieht, verdreht die Schlaufe und der nächste Schritt wird fummelig. Erst danach wird angefeuchtet und in einem gleichmäßigen Zug festgezogen, während der Haken leicht Gegenzug hält; der Knoten rutscht dabei sichtbar zur Öse und setzt sich als kleiner, kompakter Kopf direkt davor.
Wann ein anderer Knoten besser passt
Bei größeren Haken und stärkeren Vorfächern liefert der Orvis Tippet Knoten deutlich mehr Reserve bei kaum mehr Aufwand – für ihn gibt es außerdem ein Diagramm, was den Einstieg leichter macht. Für Fliegen mit gerader oder abgewinkelter Öse, die exakt in Verlängerung der Schnur stehen sollen, ist der Turle Knoten die traditionelle und funktional richtige Wahl, ebenfalls mit Zeichnung hinterlegt. Der Davy ist der Knoten für kleine Haken, feines Gerät und Momente, in denen jede Sekunde am Wasser zählt – wer den Ablauf lieber zuerst an einer bebilderten Alternative übt, ist mit einem dieser beiden besser bedient und wechselt danach zum Davy.
Material und Schnurart
Der Davy Knoten ist für sehr feines Fliegenvorfach gemacht, meist Fluorocarbon oder Monofil unter 0,20 Millimetern, wie es an kleinen Trockenfliegen für vorsichtige Fische verwendet wird. Bei so dünnem Material zahlt sich sein geringer Materialverbrauch und die kleine, kompakte Bauform besonders aus: Ein voluminöserer Knoten würde an einer winzigen Fliege regelrecht auffallen und die natürliche Drift stören. Mit dickerem Vorfach ab etwa 0,30 Millimetern, wie es für kräftigere Streamer nötig wäre, verliert der Davy dagegen an Zuverlässigkeit, weil sein einfacher Aufbau ohne zusätzliche Sicherung bei kräftigen Ruckbewegungen eher durchrutscht als ein Orvis Tippet Knoten mit seinen zwei Durchgängen. Fluorocarbon und Monofil verhalten sich beim Davy ähnlich, solange beide fein genug sind – der Unterschied liegt dann eher in der Sichtbarkeit unter Wasser als im Knotenverhalten selbst.
Meine Empfehlung
Bei kleinen Trockenfliegen ist der Davy für mich der Standardknoten geworden – ich binde ihn inzwischen so oft, dass ein Wechsel bei steigenden Fischen unter einer Minute dauert, ohne dass ich beim letzten Schritt hinsehen muss.
Petri-Labs entwickelt außerdem Petri-KI, eine App mit Fangbuch und Setup-Verwaltung für Ruten, Rollen und Vorfächer. Mehr über Petri-KI.
Mehr dazu im Ratgeber: Angelmethoden im Überblick
Weitere Fliegenfischen
- Nail KnotenVerbindet Fliegenschnur mit Vorfach – sehr schmal und glatt
- Needle KnotenSauberste Verbindung Fliegenschnur zu Vorfach – Vorfach läuft IN der Schnur
- Turle KnotenTraditioneller Fliegenknoten – Fliege sitzt gerade hinter der Öse
- Orvis Tippet KnotenKompakter, starker Knoten zum Anbinden der Fliege ans Vorfach