Wasserbedingungen und Fischverhalten in diesem Monat
Der Dezember schließt den Kreis zum Januar: kaltes Wasser, kurze Tage und eine insgesamt zurückhaltende Fischaktivität prägen diesen Monat in den meisten Regionen. Viele Arten verharren über weite Strecken des Tages an ihren tiefen, geschützten Winterstandplätzen, mit nur kurzen Phasen erhöhter Bewegung. Die Wintersonnenwende gegen Monatsende markiert den kürzesten Tag des Jahres – das nutzbare Tageslichtfenster für erfolgreiches Angeln erreicht damit seinen Jahrestiefstand, was die Planung eines Angeltags besonders wichtig macht. Wie im Januar bleibt auch im Dezember Zander eine der aktiveren Arten bei kaltem Wasser, während viele Friedfischarten in dieser Zeit besonders träge sind.
Welche Methoden sich in diesem Monat anbieten
Die winterlichen Prinzipien aus dem November setzen sich im Dezember konsequent fort: passive, langsame Methoden an bekannten, tiefen Winterstandplätzen bringen meist die verlässlichsten Ergebnisse. Kurze, gezielte Ansitze zur wärmsten Tageszeit – meist am frühen Nachmittag – sind dem stundenlangen Verharren am Wasser in dieser Jahreszeit oft überlegen, weil sich die begrenzte Aktivität ohnehin auf wenige Stunden konzentriert. Wer im Dezember dennoch aktiv angeln möchte, sollte die Führungsgeschwindigkeit extrem drosseln und sich auf gezielt ausgewählte, bekannt aktive Arten wie Zander konzentrieren, statt breit auf verschiedene Zielarten zu setzen.
Meine Empfehlung
Warum ich den Dezember auch für die Jahresplanung nutze
Meine Empfehlung: die ruhigere Zeit des Dezembers nicht nur für kurze, gezielte Wintersitze nutzen, sondern auch für einen Rückblick auf die vergangene Saison – welche Stellen, Köder und Methoden im Jahresverlauf am besten funktioniert haben, lässt sich in dieser angelärmeren Zeit in Ruhe auswerten und für das kommende Jahr festhalten. Bei den wenigen aktiven Ansitzen konzentriere ich mich bewusst auf die wärmste Tageszeit und auf Arten, die bei Kälte erfahrungsgemäß noch relativ aktiv bleiben, statt die knappe verfügbare Zeit auf unwahrscheinliche Erfolge zu verteilen. Die Wartung von Ausrüstung – Ruten, Rollen, Kunstköder – gehört für mich ebenfalls in diese ruhigere Jahreszeit, damit im kommenden Frühjahr alles einsatzbereit ist, sobald die Aktivität wieder zunimmt.
Typische Fehler in diesem Monat
Der häufigste Fehler ist, trotz der insgesamt geringen Erfolgsaussichten lange, unstrukturierte Ansitze über den ganzen Tag zu planen, statt sich auf die kurze, wärmste Tagesphase zu konzentrieren. Der zweite ist, bei winterlicher Kälte weiterhin auf Arten zu setzen, die zu dieser Jahreszeit erfahrungsgemäß besonders träge sind, statt sich auf aktivere Arten wie Zander zu fokussieren. Ein dritter Fehler ist, die kurzen Tageslichtstunden bei der Anreise und Planung zu unterschätzen und dadurch wertvolle Zeit am Wasser zu verlieren. Ein vierter Fehler ist, die ruhigere Jahreszeit ungenutzt verstreichen zu lassen, obwohl sie sich gut für Ausrüstungspflege und Rückblick auf die vergangene Saison eignet.
Was im nächsten Monat wichtig wird
Der Januar schließt den Jahreskreis und bringt erneut die kältesten Wochen des Winters mit sich – dieselben Prinzipien wie im Dezember bleiben dabei meist gültig. Wer im Dezember die eigene Saison ausgewertet hat, startet mit einem klaren Bild in das neue Jahr.
Welche Art in welchem Bundesland zu dieser Jahreszeit geschützt ist oder ein Mindestmaß trägt, steht in der Schonzeiten-Übersicht, mit Fundstelle und Prüfdatum.