
Merkmale & Lebensraum
Kleiner Panzerfisch, dessen Körper vollständig von Knochenplatten umschlossen ist. Unter dem Maul trägt er einen dichten Bartelbesatz. Häufiger, harmloser Beifang beim Brandungsangeln.
Lebensraum: Sandige und schlickige Böden der Nord- und Ostsee
⚠️ Vorsicht beim Anfassen
Der Körper ist von bedornten Knochenreihen gepanzert, der Kopf ebenfalls bedornt – nur locker von unten halten oder im Kescher abhaken.
Steckbrief
- Maximale Größe
- bis 21 cm
- Maximales Gewicht
- bis 60 g
- Deutscher Rekord
- –
- Beste Saison
- Winter
- Schwierigkeit
- ●○○○○
- Maximales Alter
- 5–6 Jahre
Köder & Angelmethode
Ausrüstung (Richtwerte)
- Rute
- Kein gezieltes Angelgerät sinnvoll – der Steinpicker ist praktisch kein Zielfisch
- Rolle
- –
- Hauptschnur
- –
- Vorfach
- –
- Haken
- –
- Fangzeit
- Winter, meist als Beifang beim Brandungsangeln
Tipp — Wegen der Panzerung problemlos abzuhaken – einfach zügig zurücksetzen, wenn er als Beifang mitkommt.
Angeltipps für Steinpicker
Verhalten und Standplatz
Der Steinpicker hält sich auf sandigen und schlickigen Böden der Nord- und Ostsee auf und ist dank seines vollständig von Knochenplatten umschlossenen Körpers und des dichten Bartelbesatzes unter dem Maul auf den ersten Blick als kleiner Panzerfisch erkennbar. Er ist wenig scheu und bewegt sich meist unmittelbar am Grund.
Die richtige Taktik
Ein gezielter Fang lohnt sich nicht – der Steinpicker geht praktisch ausschließlich als harmloser Beifang beim Brandungs- oder Grundangeln auf andere Arten an den Haken. Beim Abhaken ist er wegen seiner Panzerung unproblematisch zu handhaben.
Beste Zeit
Winter bringt die häufigsten Beifänge dieser kleinen, unauffälligen Art.
Sicher bestimmen
Ein kleiner, schmaler Bodenfisch, dessen Körper vollständig von harten Knochenplatten in Längsreihen gepanzert ist – er fühlt sich an wie ein kleiner Panzer und verjüngt sich nach hinten stark. Der Kopf ist breit, flach und bedornt, unter dem Maul sitzt ein Büschel kurzer Barteln. Die Färbung ist graubraun mit dunklen Querbinden. Verwechslungen sind praktisch ausgeschlossen: Kein anderer heimischer Fisch dieser Größe trägt einen durchgehenden Knochenpanzer mit Bartelbüschel.
Umgang am Wasser
Der Steinpicker wird nicht beangelt und tritt als seltener Beifang beim Grundangeln über Sand und Schlick auf. Er bleibt meist unter fünfzehn Zentimetern. Beim Anfassen sind die Kopfdornen unangenehm, aber ungefährlich; giftig ist die Art nicht. Wegen der geringen Größe ist die Hakenwahl entscheidend – an einem großen Plattfischhaken wird er kaum unverletzt bleiben. Wird er gefangen, gehört er unverzüglich zurück ins Wasser; er gräbt sich sofort wieder ein. Speisewert hat er keinen.
Panzer statt Flucht
Der Steinpicker verlässt sich nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf seinen Panzer und auf Tarnung: Er liegt reglos auf Sand- und Schlickböden, wo seine Zeichnung ihn nahezu unsichtbar macht, und tastet mit den Barteln nach kleinen Krebsen und Würmern. Diese Lebensweise macht ihn zu einem guten Anzeiger für unbelastete, strukturierte Weichböden. In der Nahrungskette ist er trotz seines Panzers Beute – vor allem Dorsche und Plattfische nehmen Jungtiere. Bestandsdaten sind spärlich, weil die Art kommerziell keine Rolle spielt.
Schonzeit & Mindestmaß (Richtwert)
Kein Mindestmaß und keine Schonzeit hinterlegt. Diese Angaben sind bundesweite Richtwerte und ersetzen keine Rechtsberatung – maßgeblich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die Erlaubniskarte deines Gewässers – siehe Schonzeiten nach Bundesland und amtliche Quellen.
Petri-Labs entwickelt außerdem Petri-KI, eine App, die die Art per Foto bestimmt und für Steinpicker Schon- und Mindestmaß des eigenen Bundeslands abgleicht. Mehr über Petri-KI.