
Merkmale & Lebensraum
Schnell schwimmender Schwarmfisch mit schillernd blau-grünem Rücken. Im Sommer oft in großen Schwärmen an der Wasseroberfläche – ideal für das Paternoster.
Lebensraum: Pelagisch in der Nordsee, schwarmbildend
Steckbrief
- Maximale Größe
- bis 60 cm
- Maximales Gewicht
- bis 3,4 kg
- Deutscher Rekord
- ca. 1,5 kg
- Beste Saison
- Sommer
- Schwierigkeit
- ●○○○○
- Maximales Alter
- 15–20 Jahre
Köder & Angelmethode
Ausrüstung (Richtwerte)
- Rute
- Leichte Bootsrute 2,40–2,70 m, 30–80 g Wurfgewicht
- Rolle
- Stationärrolle Gr. 3000–4000
- Hauptschnur
- 0,20–0,25 mm monofil oder 0,14 mm Geflecht
- Vorfach
- Makrelenpaternoster mit 5–6 Federhaken
- Haken
- Gr. 1–1/0, meist als Federsystem
- Fangzeit
- Sommer, tagsüber bei sichtbaren Schwärmen (Wasserspritzer, Möwen)
Tipp — Beim Auftauchen eines Schwarms zügig und gleichmäßig einholen, das provoziert die meisten Bisse.
Angeltipps für Makrele
Verhalten und Standplatz
Makrelen jagen in schnellen, großen Schwärmen und treiben Kleinfische oft sichtbar an die Oberfläche – aufspritzendes Wasser und kreisende Möwen verraten einen aktiven Schwarm zuverlässig. Sie halten sich meist in der freien Wassersäule auf, nicht am Boden.
Die richtige Taktik
Das Makrelenpaternoster mit mehreren Haken ist die klassische Methode und bringt bei getroffenem Schwarm regelmäßig Mehrfachfänge – zügiges Einholen mit gleichmäßiger Geschwindigkeit imitiert flüchtende Kleinfische gut. Auch Blinker und Jigs funktionieren zuverlässig bei aktiven Schwärmen.
Beste Zeit und Einsteigerfehler
Sommer ist die Hauptsaison, wenn Makrelen küstennah in Schwärmen auftreten. Ein häufiger Fehler ist zu langes Verweilen an einer Stelle ohne Bisse – Makrelenschwärme ziehen schnell weiter, weshalb bewegliches Suchen oft erfolgreicher ist.
Sicher bestimmen
Ein schlanker, spindelförmiger Schwarmfisch mit stahlblau bis grün schillerndem Rücken, über den sich dunkle, wellenförmige Querbänder ziehen, und silbrig-weißem Bauch ohne Zeichnung. Kennzeichnend sind die kleinen, freistehenden Flösschen zwischen der zweiten Rückenflosse und der Schwanzflosse sowie der dünne, kantige Schwanzstiel. Vom Stöcker unterscheidet sie das Fehlen der harten Knochenschilde entlang der Seitenlinie – beim Stöcker fühlt man diese Reihe deutlich – und die wellenförmige statt fleckige Rückenzeichnung.
Drill, Landung und Handling
Makrelen kämpfen für ihre Größe außergewöhnlich hart, mit schnellen, kreisenden Fluchten. Gefangen werden sie meist an Paternostersystemen mit mehreren Federhaken; hängen mehrere Fische gleichzeitig, ist der Zug erheblich. Zwei Dinge sind wichtig: Die Art besitzt keine Schwimmblase und muss ständig schwimmen, um zu atmen – ein zurückgesetzter Fisch braucht also Fahrt, nicht Ruhe. Und das Fleisch ist sehr fettreich und verdirbt schneller als bei fast jedem anderen Speisefisch; Makrelen gehören unmittelbar nach dem Fang versorgt und gekühlt, sonst ist der Fang verloren.
Ein Sommergast an der Küste
Makrelen überwintern in tieferem Wasser und ziehen im Frühsommer in großen Schwärmen küstennah, um Sandaale, Sprotten und Kleinkrebse zu jagen. Ihr Erscheinen ist deshalb kein Kalenderdatum, sondern hängt an der Wassertemperatur und am Beutefischangebot – in manchen Jahren stehen sie ab Juni vor Helgoland, in anderen kaum. Weil sie keine Schwimmblase haben, können sie schnell zwischen Tiefen wechseln, was die Suche mit dem Echolot erschwert. Wer Möwen über kochendem Wasser sieht, hat den Schwarm gefunden; wer ihn eine Stunde später sucht, meist nicht mehr.
Schonzeit & Mindestmaß (Richtwert)
Kein Mindestmaß und keine Schonzeit hinterlegt. Diese Angaben sind bundesweite Richtwerte und ersetzen keine Rechtsberatung – maßgeblich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die Erlaubniskarte deines Gewässers – siehe Schonzeiten nach Bundesland und amtliche Quellen.
Petri-Labs entwickelt außerdem Petri-KI, eine App, die die Art per Foto bestimmt und für Makrele Schon- und Mindestmaß des eigenen Bundeslands abgleicht. Mehr über Petri-KI.
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