
Merkmale & Lebensraum
Schlanker, gefleckter Bodenfisch (FFH-Anhang II), der sich tagsüber im Sand vergräbt. Gefährdet und geschützt – kein Zielfisch der Angelfischerei.
Lebensraum: Sandige Flachufer in Flüssen und Seen, gräbt sich ein
Steckbrief
- Maximale Größe
- bis 14 cm
- Maximales Gewicht
- bis 10 g
- Deutscher Rekord
- –
- Beste Saison
- –
- Schwierigkeit
- ●○○○○
- Maximales Alter
- 3–5 Jahre
Köder & Angelmethode
Ausrüstung (Richtwerte)
- Rute
- kein gezielter Fang
- Rolle
- kein gezielter Fang
- Hauptschnur
- kein gezielter Fang
- Vorfach
- kein gezielter Fang
- Haken
- kein gezielter Fang
- Fangzeit
- Kein gezielter Fang – FFH-Anhang-II-Art
Tipp — Ein Beifang beim feinen Grundangeln in Ufernähe gehört sofort und schonend zurück ins Wasser.
Angeltipps für Steinbeißer
Verhalten und Standplatz
Der Steinbeißer vergräbt sich tagsüber in sandigen Flachufern von Flüssen und Seen und wird erst in der Dämmerung aktiv, wenn er über Barteln am Maul kleine Bodentiere aufspürt. Die namensgebenden aufstellbaren Dornen unter den Augen dienen als Abwehr gegen Fressfeinde.
Status und Umgang bei Beifang
Als FFH-Anhang-II-Art ist der Steinbeißer streng geschützt und darf nicht gezielt befischt werden. Gerät er ausnahmsweise als Beifang an den Haken, gehört er umgehend und schonend zurück ins Wasser.
Bedeutung für das Gewässer
Sandige Flachufer mit lockerem Substrat sind für den Steinbeißer lebensnotwendig; Uferverbau und Sedimentveränderungen gehören zu den größten Gefährdungsursachen. Sein Vorkommen gilt Naturschützern deshalb als wichtiges Signal für naturnahe Ufer.
Sicher bestimmen
Ein kleiner, langgestreckter und stark seitlich abgeflachter Bodenfisch mit mehreren Längsreihen dunkler Flecken auf gelblichem Grund; die mittlere Reihe besteht aus großen, kantigen Flecken. Um das kleine, unterständige Maul stehen sechs kurze Barteln. Unter dem Auge sitzt ein aufrichtbarer, zweispitziger Dorn – daher der Name und ein sicheres Bestimmungsmerkmal. Von der Schmerle unterscheidet ihn der flache Körperbau und die kräftige Fleckenzeichnung; vom Schlammpeitzger die geringere Größe und die deutlich hellere Grundfarbe.
Streng geschützt – niemals Zielfisch
Der Steinbeißer steht in Anhang II der FFH-Richtlinie und ist in Deutschland streng geschützt. Er wird nicht beangelt und tritt allenfalls beim Sieben von Sediment oder als extrem seltener Beifang an sehr kleinen Haken auf. Ein gefangenes Tier gehört sofort und ohne Berührung zurück ins Wasser. Der Dorn unter dem Auge kann sich in Netzmaschen verhaken – ein weiterer Grund, ihn nicht in einen Kescher zu setzen, sondern direkt zurückzugeben. Verbindlich ist die jeweilige Landesfischereiverordnung.
Atmen durch den Darm
Der Steinbeißer lebt eingegraben in sandigen Flachufern und filtert Sand durch das Maul, um Kleinstlebewesen herauszulösen – den ausgesiebten Sand gibt er über die Kiemen wieder ab. Bei Sauerstoffmangel kann er zusätzlich Luft von der Oberfläche schlucken und über die Darmwand Sauerstoff aufnehmen, eine Fähigkeit, die er mit dem Schlammpeitzger teilt. Sein Lebensraum – sauberer, unverschlammter Feinsand in Ufernähe – ist durch Uferverbau und Sedimenteintrag selten geworden, weshalb die Bestände räumlich stark zersplittert sind.
Schonzeit & Mindestmaß (Richtwert)
Ganzjährig geschützt. Diese Angaben sind bundesweite Richtwerte und ersetzen keine Rechtsberatung – maßgeblich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die Erlaubniskarte deines Gewässers – siehe Schonzeiten nach Bundesland und amtliche Quellen.
Petri-Labs entwickelt außerdem Petri-KI, eine App, die die Art per Foto bestimmt und für Steinbeißer Schon- und Mindestmaß des eigenen Bundeslands abgleicht. Mehr über Petri-KI.