Wofür dieses Verzeichnis da ist
Ein einzelner Pegelstand beantwortet wenig ohne Vergleichswert – Frühjahrshochwasser oder Spätsommer-Niedrigwasser sagt erst die Reihe der letzten Tage. Wer nicht am Fluss steht und trotzdem wissen will, wie ein bestimmtes Gewässer gerade führt, braucht einen Weg dorthin, der nicht über eine Fangmeldung läuft. Dieses Verzeichnis listet alle Messstellen der Bundeswasserstraßen nach Gewässername, mit dem zuletzt gemeldeten Wasserstand und dem Messzeitpunkt. In der App zeigt die Beißprognose denselben Pegel bereits kontextbezogen zum eigenen Standort – hier lässt sich stattdessen gezielt ein Gewässername eingeben, unabhängig davon, wo man gerade ist.
Woher die Zahlen kommen
Alle Werte stammen unmittelbar von PEGELONLINE, dem offenen Dienst der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Der Abruf läuft direkt aus dem Browser gegen die amtliche Schnittstelle, ohne Zwischenspeicherung auf einem eigenen Server – dieselbe Anfrage, die auch die Pegelkarte im Fangformular der App stellt. Rund 790 Messstellen an etwa 100 Gewässern sind erfasst; nicht jedes kleine Gewässer hat eine eigene Station, viele Bäche und Seen ohne Schifffahrt bleiben unerfasst, weil die WSV nur Bundeswasserstraßen misst. Jede Messstelle meldet zusätzlich den Zeitpunkt der letzten Messung – ein Wert von vor drei Stunden ist bei Regenwetter etwas anderes als einer von vor zehn Minuten, und dieser Zeitstempel steht deshalb immer neben der Zahl, nicht nur im Kleingedruckten.
Wasserstand ist kein Beißsignal für sich
Ein einzelner Zahlenwert sagt nichts darüber, ob sich ein Angeltag lohnt – dafür braucht es den Trend über mehrere Stunden. Wer die Richtung für den eigenen Angelplatz sehen will, findet sie in der Beißprognose der App, zusammen mit Luftdruck und Mondphase. Dieses Verzeichnis beantwortet die einfachere Frage: Wie hoch steht das Wasser gerade an diesem Gewässer.
Gezeiten, Verlauf und Warnungen
Ebbe und Flut an der Nordseeküste liefert die Gezeitenkarte in der App, aus den Daten des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie. Historische Verläufe und Hochwasserwarnungen stehen in den Landeshochwasserportalen. Dieses Verzeichnis zeigt Messstellen eines Gewässers, nicht die nächstgelegene zu einem Standort.