
Merkmale & Lebensraum
Kaulbarsch-Verwandter mit drei bis vier dunklen Längsstreifen über dem gelblichen Körper. Nur im Donausystem heimisch, dort selten und streng geschützt (FFH-Anhang II).
Lebensraum: Tiefe, strömende Abschnitte der bayerischen Donau
⚠️ Vorsicht beim Anfassen
Kräftige Kiemendeckeldornen und eine schleimige Haut – der Fisch ist streng geschützt und wird im Wasser vom Haken gelöst, nicht angefasst.
Steckbrief
- Maximale Größe
- bis 30 cm
- Maximales Gewicht
- bis 250 g
- Deutscher Rekord
- –
- Beste Saison
- –
- Schwierigkeit
- ●○○○○
- Maximales Alter
- 6–8 Jahre
Köder & Angelmethode
Ausrüstung (Richtwerte)
- Rute
- kein gezielter Fang
- Rolle
- kein gezielter Fang
- Hauptschnur
- kein gezielter Fang
- Vorfach
- kein gezielter Fang
- Haken
- kein gezielter Fang
- Fangzeit
- Kein gezielter Fang – FFH-Anhang-II-Art
Tipp — Ein seltener Beifang in strömungsreichen Donauabschnitten gehört sofort schonend zurück ins Wasser.
Angeltipps für Schrätzer
Verhalten und Standplatz
Der Schrätzer besiedelt tiefere, strömungsreiche Abschnitte der bayerischen Donau und hält sich dort bodennah zwischen Steinen und Kies auf. Als naher Verwandter des Kaulbarschs ernährt er sich von Kleintieren am Gewässergrund.
Status und Umgang bei Beifang
Der Schrätzer ist als FFH-Anhang-II-Art streng geschützt und nur im Donausystem heimisch, wo er ohnehin selten ist. Ein gezielter Fang ist untersagt, ein seltener Beifang gehört sofort schonend zurück ins Wasser.
Bedeutung für das Gewässer
Wegen seiner Bindung an naturnahe, strömungsreiche Donauabschnitte und seiner geringen Bestandsdichte gilt der Schrätzer als besonders empfindlicher Bewohner eines der artenreichsten, zugleich am stärksten gefährdeten Flusssysteme Europas.
Sicher bestimmen
Ein Barschartiger des Donausystems mit durchgehender, nicht geteilter Rückenflosse – darin dem Kaulbarsch ähnlich, mit dem er nahe verwandt ist. Das Artmerkmal sind drei bis vier dunkle Längsstreifen auf gelblichem Grund, die parallel zur Körperachse verlaufen; Zingel und Streber tragen dagegen Schrägbinden. Der Körper ist langgestreckter als beim Kaulbarsch, der Kopf spitzer. Wie alle Vertreter dieser Gruppe hat er kräftige Kiemendeckeldornen und eine schleimige Haut.
Streng geschützt – niemals Zielfisch
Der Schrätzer ist in Anhang II der FFH-Richtlinie geführt und in Deutschland streng geschützt; er kommt nur in der bayerischen Donau vor. Ein gezielter Fang ist ausgeschlossen, ein Beifang gehört unverzüglich zurück ins Wasser. Weil er dem Kaulbarsch ähnelt, der vielerorts kein Mindestmaß führt und häufig entnommen wird, ist die Unterscheidung hier keine Formsache: Die durchgehenden Längsstreifen sind das Merkmal, das über den Umgang entscheidet. Verbindlich ist die Landesfischereiverordnung.
Ein Fisch der tiefen Donaurinnen
Der Schrätzer lebt in tieferen, strömenden Abschnitten großer Flüsse über sandigem und kiesigem Grund und ernährt sich von Insektenlarven und Kleinkrebsen. Wie Zingel und Streber ist er ein Endemit des Donausystems und hat seine Bestände durch Stauhaltung, Ausbau und den Verlust freier Fließstrecken weitgehend verloren. In Deutschland sind die verbliebenen Vorkommen sehr klein. Renaturierungen, die Strömungsvielfalt und Geschiebetransport zurückbringen, sind für ihn wirksamer als jede fischereiliche Maßnahme.
Schonzeit & Mindestmaß (Richtwert)
Ganzjährig geschützt. Diese Angaben sind bundesweite Richtwerte und ersetzen keine Rechtsberatung – maßgeblich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die Erlaubniskarte deines Gewässers – siehe Schonzeiten nach Bundesland und amtliche Quellen.
Petri-Labs entwickelt außerdem Petri-KI, eine App, die die Art per Foto bestimmt und für Schrätzer Schon- und Mindestmaß des eigenen Bundeslands abgleicht. Mehr über Petri-KI.