
Merkmale & Lebensraum
Winziger Schwarmfisch mit silbrigem Glanz. Idealer Lebendköder für Hecht und Zander. An der Oberfläche mit Trockenfliege leicht zu fangen.
Lebensraum: Seen, Flüsse – lebt nahe der Wasseroberfläche
Steckbrief
- Maximale Größe
- bis 25 cm
- Maximales Gewicht
- bis 100 g
- Deutscher Rekord
- ca. 80 g
- Beste Saison
- Sommer
- Schwierigkeit
- ●○○○○
- Maximales Alter
- 3–5 Jahre
Köder & Angelmethode
Ausrüstung (Richtwerte)
- Rute
- Stipprute 3,00–4,00 m oder feine Fliegenrute
- Rolle
- Kleine Stationärrolle Gr. 1000 (bei Rute mit Rolle)
- Hauptschnur
- 0,10–0,12 mm monofil
- Vorfach
- 0,08–0,10 mm, ca. 15 cm
- Haken
- Gr. 18–22
- Fangzeit
- Sommer bei ruhigem, warmem Wetter, tagsüber an der Oberfläche
Tipp — Köder nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche anbieten — tiefer sinkende Montagen bleiben ohne Kontakt.
Angeltipps für Ukelei (Laube)
Verhalten und Standplatz
Die Ukelei hält sich fast ausschließlich nahe der Wasseroberfläche auf und zieht dort in dichten, gut sichtbaren Schwärmen umher, die an spritzenden Wasserringen leicht zu erkennen sind. Bei Wärme und ruhigem Wasser ist sie besonders aktiv an der Oberfläche.
Die richtige Taktik
Feines Angeln mit kleinen Maden oder Brotkugeln direkt unter der Oberfläche sowie Mini-Spinner oder Trockenfliege bringen schnelle Erfolge – wegen ihrer geringen Größe ist die Ukelei ideal für entspanntes Einsteiger- oder Kinderangeln geeignet. Sie dient zudem vielen Raubfischanglern als lebender Köderfisch.
Beste Zeit und Einsteigerfehler
Sommer bei ruhigem, warmem Wetter ist am ergiebigsten. Ein häufiger Fehler ist zu tiefe Köderpräsentation – die Ukelei findet sich fast ausschließlich in den obersten Wasserschichten.
Sicher bestimmen
Ein schlanker, stark silberglänzender Kleinfisch mit deutlich oberständigem Maul, das schräg nach oben zeigt – er frisst von der Oberfläche. Der Körper ist seitlich zusammengedrückt, die Afterflosse verhältnismäßig lang, der Rücken graugrün. Die Schuppen lösen sich schon bei leichter Berührung; ein Ukelei, der durch die Hand gegangen ist, hinterlässt silbrigen Abrieb. Verwechselt wird er am ehesten mit jungen Rotaugen und mit dem Moderlieschen – letzteres bleibt kleiner und hat eine unvollständige, nur über wenige Schuppen reichende Seitenlinie.
Drill, Landung und Handling
Bei zehn bis fünfzehn Zentimetern Länge ist von Drill kaum zu sprechen; die Herausforderung liegt im Anhieb. Ukelei nehmen den Köder blitzschnell an der Oberfläche und spucken ihn ebenso schnell wieder aus, weshalb sehr kleine Haken und eine leichte Pose nötig sind. Für das Handling ist die lose sitzende Schuppendecke entscheidend: Jeder trockene Griff kostet Schuppen und damit Schutzschicht. Der Fisch wird nass angefasst oder gar nicht – am besten hängt man ihn über dem Wasser vom widerhakenlosen Haken ab, ohne ihn überhaupt zu berühren.
Der Fisch hinter den künstlichen Perlen
Die silbrige Schicht auf den Schuppen des Ukelei, das Guanin, war jahrhundertelang Rohstoff für künstliche Perlen: Aus den Schuppen wurde die sogenannte Perlessenz gewonnen und in Glasperlen eingebracht. Für ein Kilogramm dieser Essenz brauchte es sehr große Mengen Fisch – ein Grund, warum der Ukelei in manchen Regionen kommerziell gefangen wurde. Heute spielt er vor allem als Beute- und Köderfisch eine Rolle: Er steht in großen Schwärmen dicht unter der Oberfläche und ist damit die Hauptnahrung von Rapfen, Barsch und jagenden Hechten.
Schonzeit & Mindestmaß (Richtwert)
Kein Mindestmaß und keine Schonzeit hinterlegt. Diese Angaben sind bundesweite Richtwerte und ersetzen keine Rechtsberatung – maßgeblich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die Erlaubniskarte deines Gewässers – siehe Schonzeiten nach Bundesland und amtliche Quellen.
Ukelei (Laube) – Schonzeit & Mindestmaß je Bundesland
| Bundesland | Maß | Schonzeit | Stück/Tag |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | keine Regelung hinterlegt | ||
| Bayern | keine Regelung hinterlegt | ||
| Berlin | keine Regelung hinterlegt | ||
| Brandenburg | keine Regelung hinterlegt | ||
| Bremen | keine Regelung hinterlegt | ||
| Hamburg | keine Regelung hinterlegt | ||
| Hessen | keine Regelung hinterlegt | ||
| Mecklenburg-Vorpommern | keine Regelung hinterlegt | ||
| Niedersachsen | keine Regelung hinterlegt | ||
| Nordrhein-Westfalen | keine Regelung hinterlegt | ||
| Rheinland-Pfalz | keine Regelung hinterlegt | ||
| Saarland | keine Regelung hinterlegt | ||
| Sachsen | keine Regelung hinterlegt | ||
| Sachsen-Anhalt | keine Regelung hinterlegt | ||
| Schleswig-Holstein | ganzjährig geschützt | – | – |
| Thüringen | keine Regelung hinterlegt | ||
Stand: August 2026. Richtwerte auf Basis der Landesfischereiverordnungen – keine Rechtsberatung. Regelungen unterscheiden sich teils je Gewässer (Erlaubniskarte!). Maßgeblich ist immer die aktuelle amtliche Verordnung, siehe amtliche Quellen.
Petri-Labs entwickelt außerdem Petri-KI, eine App, die die Art per Foto bestimmt und für Ukelei (Laube) Schon- und Mindestmaß des eigenen Bundeslands abgleicht. Mehr über Petri-KI.