
Merkmale & Lebensraum
Auch Seelaube genannt: schlanker Schwarmfisch mit oberständigem Maul. Zieht im Mai in dichten Schwärmen zum Laichen in die Seezuflüsse – daher der Name. In Deutschland auf die Voralpenseen beschränkt.
Lebensraum: Tiefe Voralpenseen, zieht zum Laichen in die Zuflüsse
Steckbrief
- Maximale Größe
- bis 25 cm
- Maximales Gewicht
- bis 200 g
- Deutscher Rekord
- –
- Beste Saison
- Sommer
- Schwierigkeit
- ●●○○○
- Maximales Alter
- 6–8 Jahre
Köder & Angelmethode
Ausrüstung (Richtwerte)
- Rute
- Feine Posenrute 3,60–4,20 m oder Fliegenrute Kl. 4–5
- Rolle
- Kleine Stationärrolle Gr. 1500–2000
- Hauptschnur
- 0,14 mm monofil
- Vorfach
- 0,10–0,12 mm, ca. 20 cm
- Haken
- Gr. 14–18
- Fangzeit
- Sommer außerhalb der Mai-Laichzeit, tagsüber im Freiwasser der Seen
Tipp — Vor dem Angeln während der Mai-Laichwanderung unbedingt die lokale Gewässerordnung auf regionale Schonzeiten prüfen.
Angeltipps für Mairenke
Verhalten und Standplatz
Die Mairenke, auch Seelaube genannt, lebt in dichten Schwärmen im Freiwasser tiefer Voralpenseen und jagt mit ihrem oberständigen Maul nach Kleintieren nahe der Oberfläche. Im Mai zieht sie namensgebend in großen Trupps zum Laichen in die Seezuflüsse, wo sie dann in großer Zahl konzentriert anzutreffen ist.
Die richtige Taktik
Feines Angeln mit Made, kleinster Nymphe oder Fliege nahe der Oberfläche bringt außerhalb der Laichzeit die besten Ergebnisse. Während des Laichzugs im Mai gilt regional teils ein Schonzeitraum – vor dem gezielten Angeln in dieser Phase unbedingt die lokale Gewässerordnung prüfen, da die Art dort geschützt sein kann.
Beste Zeit und Einsteigerfehler
Der Sommer außerhalb der Schonzeit ist für gezieltes Angeln am ergiebigsten. Ein häufiger Fehler ist die Missachtung des regionalen Schutzstatus während der Mai-Laichwanderung – da die Mairenke in Deutschland nur auf die Voralpenseen beschränkt ist, gelten dort oft besonders strenge Regeln.
Sicher bestimmen
Die Mairenke ähnelt einem groß geratenen Ukelei: schlank, seitlich abgeflacht, stark silbrig glänzend, mit oberständigem Maul und langer Afterflosse. Sie wird jedoch deutlich größer und wirkt hochrückiger. Vom Ukelei unterscheidet sie zudem die höhere Zahl der Schuppen entlang der Seitenlinie und der kräftigere Körperbau. In Deutschland kommt sie nur in wenigen tiefen Voralpenseen und deren Zuflüssen vor – wer außerhalb dieses Raums einen vermeintlichen Mairenken-Fang macht, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Ukelei vor sich.
Umgang und Schutzstatus
Die Mairenke wird nicht gezielt beangelt und kommt allenfalls als Beifang beim Angeln auf Renke oder Barsch an die Rute. Sie ist in Deutschland selten und regional ganzjährig geschont. Da sie wie der Ukelei sehr leicht Schuppen verliert und eine empfindliche Haut hat, gehört ein Beifang ohne trockene Berührung zurück ins Wasser – der Haken wird nach Möglichkeit über der Wasseroberfläche gelöst. Verbindlich ist die Landesfischereiverordnung.
Der Laichzug im Mai
Der Name stammt vom auffälligen Laichzug: Im Mai sammeln sich die Fische in großer Zahl vor den Zuflüssen der Voralpenseen und ziehen zum Ablaichen auf überströmte Kiesbänke – ein Schauspiel, das früher an Bodensee und Chiemsee dokumentiert wurde. Genau dieser Zug macht die Art verwundbar: Verbaute Mündungen, Sohlschwellen und verschlammter Kies unterbrechen ihn, und ein einziges Wehr kann einen ganzen Seebestand von seinem Laichplatz abschneiden. Die Bestände sind entsprechend zurückgegangen; Renaturierungen an den Zuflüssen sind das wirksamste Mittel.
Schonzeit & Mindestmaß (Richtwert)
Kein Mindestmaß und keine Schonzeit hinterlegt. Diese Angaben sind bundesweite Richtwerte und ersetzen keine Rechtsberatung – maßgeblich ist immer die aktuelle Landesfischereiverordnung bzw. die Erlaubniskarte deines Gewässers – siehe Schonzeiten nach Bundesland und amtliche Quellen.
Mairenke – Schonzeit & Mindestmaß je Bundesland
| Bundesland | Maß | Schonzeit | Stück/Tag |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | keine Regelung hinterlegt | ||
| Bayern | – | 01.05. – 30.06. | – |
| Berlin | keine Regelung hinterlegt | ||
| Brandenburg | keine Regelung hinterlegt | ||
| Bremen | keine Regelung hinterlegt | ||
| Hamburg | keine Regelung hinterlegt | ||
| Hessen | keine Regelung hinterlegt | ||
| Mecklenburg-Vorpommern | keine Regelung hinterlegt | ||
| Niedersachsen | keine Regelung hinterlegt | ||
| Nordrhein-Westfalen | keine Regelung hinterlegt | ||
| Rheinland-Pfalz | keine Regelung hinterlegt | ||
| Saarland | keine Regelung hinterlegt | ||
| Sachsen | keine Regelung hinterlegt | ||
| Sachsen-Anhalt | keine Regelung hinterlegt | ||
| Schleswig-Holstein | keine Regelung hinterlegt | ||
| Thüringen | keine Regelung hinterlegt | ||
Stand: August 2026. Richtwerte auf Basis der Landesfischereiverordnungen – keine Rechtsberatung. Regelungen unterscheiden sich teils je Gewässer (Erlaubniskarte!). Maßgeblich ist immer die aktuelle amtliche Verordnung, siehe amtliche Quellen.
Petri-Labs entwickelt außerdem Petri-KI, eine App, die die Art per Foto bestimmt und für Mairenke Schon- und Mindestmaß des eigenen Bundeslands abgleicht. Mehr über Petri-KI.